Dass sich der Wind gedreht und der Einfluss der Mainstreammedien merklich abgenommen hat, zeigt sich unter anderem daran, wie zurückhaltend das Urteil zu Melania Trumps Auftritt bei der Amtseinführung ihres Mannes ausfiel. Während Donald Trumps erster Amtszeit hagelten bedeutend mehr Kritik und Häme auf die 54-Jährige nieder. Hauptsächlich weil viele Journalisten sich keine Objektivität gestatteten – sondern Voreingenommenheit, die mit dem Trump Derangement Syndrome einhergeht –, indem sie die Gattin auch in unpolitischen Fragen nicht vom geächteten Präsidenten trennen wollten. Selbst Modedesigner erklärten, dass sie Melania nicht einkleiden würden. Von Hochglanzmagazinen wurde sie weitestgehend totgeschwiegen, Neugier gegenüber der First Lady schien giftig. Die gebürtige Slowenin ist mit dem falschen Mann verheiratet.
Doch die einseitige Parallelwelt, die die Medien über die Jahre geschaffen haben, wurde durch die sozialen Netzwerke aufgebrochen, wo verschiedene Weltanschauungen viel ausgewogener vertreten sind. Melanias Auftritte werden hier in weiten Teilen als bravourös gesehen. Am meisten zu reden bei der Amtseinführung ihres Mannes gab ihr Hut mit breiter Krempe, den sie zum dunkelblauen Mantel trug und der streng auf ihrem erhobenen Haupt ruhte, wo er den oberen Teil ihres ernsten Gesichtes verhüllte. Vielleicht war das ja ihr «Ich lasse mir nicht in die Karten blicken»-Look, denn natürlich rätseln nicht wenige, was genau sie denn eigentlich antreibt … an Trumps Seite. Melanias gesamter Modestil liegt irgendwo zwischen Bescheidenheit und wohltuender Extravaganz. Nie macht sie den Anschein, ihren Körper herzeigen zu wollen, nie wirken ihre Outfits aufdringlich (im Gegensatz zu jenen anderer Promi-Damen wie Lauren Sánchez, der Verlobten von Jeff Bezos, Amazon-Gründer und zweitreichster Mann der Welt, die an dem Tag tiefe Einblicke auf ihren weissen Spitzen-BH unter dem Kostüm gewährte und damit zumindest den Drittreichsten, Mark Zuckerberg, begeisterte, der verstohlen in ihr Décolleté schielte). Auch Mimik- und Gestik-mässig pflegt die alte, neue First Lady Zurückhaltung. Nie drängt sie sich in den Vordergrund; sie hat verstanden, dass es nicht sie ist, die gewählt wurde.
Der Erziehungsstil ist ihr ebenfalls gelungen. Auch Barron hat diesen bestimmten, bescheidenen Auftritt.
Gelungen ist Melania offensichtlich auch der Erziehungsstil. Auch Barron, der jüngste Sohn von Präsident Donald Trump, hat diesen bestimmten und zugleich bescheidenen Auftritt. Über den Achtzehnjährigen ist wenig bekannt, Interviews oder öffentliche Auftritte sind rar. Seine 2,13 Meter erleichtern ihm den Alltag wohl nicht immer, dafür hat er zum Glück einen Schneider, der ihn mit Anzügen einkleidet. Dieser beschreibt ihn als superklug, bescheiden und bodenständig. Barron studiert an der New York University, mit seinen Ratschlägen, in welchen Shows und Podcasts sein Vater auftreten sollte, hat er ihm im Wahlkampf geholfen, jüngere Wähler anzusprechen. Dem Jubel, den er dafür nun an dessen Feier erhielt, begegnete er mit dezenter Handgeste und stoischer Gelassenheit; einfach ein cooler Typ. Bemerkenswert ist auch, dass Barron keinerlei Social-Media-Plattformen nutzt – heute eine Ausnahme unter jungen Menschen (unter Berühmtheiten sowieso).
Das alles hinzubekommen in einem von fame, Luxus und Extravaganz geprägten Familienclan scheint mir nicht ganz einfach. Es dürfte dem Einfluss seiner Mutter zuzuschreiben sein, dass Barron den Verlockungen eines prominenten, selbstdarstellerischen Lebens entgangen ist und lieber eine private Person bleibt – im Gegensatz zu seiner Schwester Ivanka, die auf Instagram regelmässig Ferien- und Familienfotos oder Videos von ihren Fitnessklubbesuchen teilt, oder seiner Nichte Kai, Tochter von Donald Trump Jr., die Tiktok-Videos aus Trumps Privatjet postet oder sich beim Golfen, Singen und Schminken zeigt.
Melania hat offenbar nicht nur das Kunststück geschafft, ihren Sohn vor den negativen Einflüssen solcher Technologien zu schützen, ihm einen schlauen Umgang mit der eigenen Privatsphäre beizubringen und ein Aufwachsen fern vom Blitzlichtgewitter zu ermöglichen. Sie scheint ihm auch Werte vermittelt zu haben, die ihm helfen, sich auf dem Olymp zurechtzufinden, ohne abzuheben oder selbstgefällig zu wirken. Das Gespür für Stil und Wirkung hat er definitiv von seiner Mutter.
Vermutlich nicht besonders intelligent die Gute. Daher bevorzugt im Hintergrund die Kreditkarte des Spenders fleissig hobelnd. Im Sinne von "Sehe 'gut' aus, aber halt die Fre**e".
Hinter vielen erfolgreichen Männern steckt eine starke Frau. Gut beraten der Mann, der das zu schätzen weiß und darüber schweigt, wie seine Frau ebenso.
Ein super Kommentar,Dankeschön ist richtig schön, gegenüber den anderen negativen Kommentaren.
Amerika hat keine Königin sondern eine First Lady,
die hat keine „Vorschriften“in Kleiderfragen.
Bin jetzt etwas böse,aber könnt ihr euch Jill oder
Hillary mit Hut vorstellen?
Melania Trump ist zweifellos die schönste und stilsicherste First Lady aller Zeiten. Was haben die Amerikaner auch für ein Glück!
Vermutlich nicht besonders intelligent die Gute. Daher bevorzugt im Hintergrund die Kreditkarte des Spenders fleissig hobelnd. Im Sinne von "Sehe 'gut' aus, aber halt die Fre**e".
Sie kann mit Sicherheit gut auswählen! Aber ohne die Ideen/Vorschläge der top Designer dieser Welt wäre sie nichts!