Nächster Charterflug mit geflüchteten Afghanen ist in Hannover gelandet

An Bord des Flugzeugs aus Pakistan befanden sich offenbar 190 «besonders schutzbedürftige Personen». Sie kommen im Rahmen von Aufnahmeprogrammen der Bundesregierung nach Deutschland.

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Eine Boeing 737 der Fluggesellschaft Smartwings: Mit diesen Chartern fliegt die Bundesregierung Afghanen aus Pakistan nach Deutschland.

Eine Boeing 737 der Fluggesellschaft Smartwings: Mit diesen Chartern fliegt die Bundesregierung Afghanen aus Pakistan nach Deutschland.

Kevin Hackert / Imago

wek. Auf dem Flughafen in Hannover ist am Donnerstagmorgen ein weiteres Charterflugzeug aus Pakistan gelandet. An Bord befanden sich 174 «besonders schutzbedürftige Personen», 82 Frauen und 92 Männer – 74 von ihnen sind minderjährig. Es war der zweite Charterflug dieses Monats, der Menschen aus Afghanistan nach Deutschland bringt.

Die Passagiere kommen im Rahmen von Aufnahmeprogrammen, die die deutsche Regierung nach dem Fall Afghanistans an die Taliban im August 2021 ins Leben gerufen hat. Das Flugzeug startete am Mittwoch in Islamabad und flog über Dubai nach Hannover.

Visa-Probleme vor Abflug

Vor dem Abflug kam es laut Medienberichten zu Verspätungen. Wie die «Welt» berichtet, gab es Probleme mit den Visa von mehreren Personen. Die Bundespolizei habe kurzfristig drei Visa für ungültig erklärt.

Die meisten Geflüchteten sollen nun vom Flughafen Hannover direkt ins Aufnahmelager nach Friedland gebracht werden. Viele von ihnen hätten laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) teilweise monatelang in Pakistan auf ihre Ausreise gewartet.

Bereits Anfang März landete ein Charterflugzeug aus Pakistan mit mehr als hundert Afghanen in Berlin. Mit den Aufnahmeprogrammen sollen ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr, ihre Angehörigen sowie Menschen nach Deutschland ausgeflogen werden, die sich für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Afghanistan einsetzten.

Hintergrund war die Befürchtung der früheren Ampelregierung, die Ortskräfte – unter ihnen etwa Dolmetscher oder Fahrer – könnten nach der Machtübernahme der Taliban besonderer Verfolgung ausgesetzt sein. Insgesamt sollen laut Bundesregierung noch rund 2800 gefährdete Afghanen auf Aufnahmezusage von Deutschland hoffen.